Periimplantäre Mukositis ist ein häufiges Problem. Sie kann zu Periimplantitis führen. So behandeln und beraten Sie Patienten richtig! (Bild: Dr. F. Zimmerling, Ivoclar Vivadent AG, Schaan/Liechtenstein)Haben Sie viele Patienten mit periimplantärer Mukositis? Wissen Sie, was bei der Behandlung dieser Patienten wichtig ist? Hier sind 5 Tipps für Sie:

1. Tipp: Achten Sie besonders auf Risikogruppen
Eine periimplantäre Mukositis tritt häufig auf. Systematische Übersichtsarbeiten zeigen, dass mehr als 63% der erfassten Implantat-Patienten betroffen sind. Raucher sind dabei besonders gefährdet. Bei Patienten mit implantatgetragenen Totalprothesen findet sich tendenziell mehr Plaque an den Trageelementen als bei Patienten mit Teilprothesen. Richten Sie daher auf solche Risikopatienten besonderes Augenmerk!

2. Tipp: Verhindern Sie Schlimmeres
Ist eine periimplantäre Mukositis vorhanden, kann sich die Situation weiter verschlimmern, und Periimplantitis droht. Um dies zu verhindern, ist die Mukositis unbedingt zum Abklingen zu bringen; die Folgeschädigung kann nämlich schwerwiegend sein. Zu den erwiesenermassen effektiven Massnahmen gehört das konsequente mechanische Entfernen bakterieller Beläge. Der zusätzliche gezielte Einsatz ausgewählter Präparate zur Keimkontrolle kann den Behandlungserfolg fördern.

3. Tipp: Führen Sie regelmässige Recalls durch
Regelmässige Recall-Sitzungen sind für Patienten mit periimplantärer Mukositis unverzichtbar. Das periimplantäre Gewebe wird auf Entzündungsanzeichen und eine etwaige Rezession hin untersucht. Dem Plaque-Aufkommen an der Implantat-Versorgung gilt dabei besonderes Augenmerk.

Das Sichtbarmachen der bakteriellen Beläge mit einer fluoreszierenden Indikatorflüssigkeit (z. B. Plaque Test) unterstützt die ursachenorientierte Patientenberatung. Risikostellen, die beim Zähneputzen besonderer Aufmerksamkeit bedürfen, sind dadurch zweifelsfrei erkennbar. Motivierende Erfolge der Mundhygiene lassen sich einfach demonstrieren. Ebenso können Sie Möglichkeiten und Nutzen einer regelmässigen professionellen Zahnreinigung nachvollziehbar erklären. Dies erhöht die Bereitschaft Ihrer Patienten, in diese Massnahme zu investieren.

4. Tipp: Reinigen Sie die Zähne professionell, aber schonend
Das regelmässige professionelle Reinigen der Zähne muss die Oberflächenqualität unterschiedlicher mehr oder weniger widerstandsfähiger Werkstoffe und Zahnhartgewebe schonen und langfristig erhalten. Das gilt sowohl für die Implantat-Versorgung als auch für weitere vorhandene Restaurationen sowie die natürliche Zahnsubstanz. Ein irreversibles Aufrauen durch ungeeignete Reinigungsmittel – seien es sehr abrasive  Prophy-Pasten oder Reinigungspulver – sollten Sie unbedingt vermeiden. Zum einen besiedeln Mikroorganismen raue Oberflächen schneller. Zum anderen verlieren Restaurationen aus Kunststoff oder Keramik ihren ästhetischen Glanz und neigen stärker zu Verfärbungen.

Im Anschluss an die professionelle Zahnreinigung kann die Applikation eines Schutzlackes indiziert sein. Lacke mit 1% Chlorhexidin und 1% Thymol (z. B. wie Cervitec Plus) schützen Risikostellen und unterstützen lokal die Keimkontrolle.

5. Tipp: Problemorientierte Mundpflege
Die persönliche Mundpflege spielt eine zentrale Rolle für die Mundgesundheit und den langfristigen Erhalt von Implantat-Versorgungen. Sie wird umso wichtiger, wenn sich schon eine Mukositis etabliert hat. Eine klinische Studie (Hallström et al. 2015) beschreibt eine erfolgreiche Behandlungsstrategie. Sie zeigt, dass die Verwendung von Cervitec Gel mit 0,2% Chlorhexidin und 900ppm das sogenannte „Bleeding on Probing“ (BOP) signifikant reduziert. Ebenfalls signifikant verringerten sich bei den Anwendern die Taschentiefen. Während des gesamten Anwendungszeitraumes wurden keine Verfärbungen oder Geschmacksirritationen beobachtet. Die Compliance, das mild schmeckende Gel zu benutzen, war hoch.

Ein Mundpflege-Gel sollte sehr einfach anzuwenden sein. So lässt es sich ohne grossen Aufwand in die tägliche Routine der Zahnreinigung integrieren.

Abb. 1: Periimplantäre Mukositis (Bild: Prof. Dr. S. Twetman)
Abb. 1: Periimplantäre Mukositis (Bild: Prof. Dr. S. Twetman)

Abb. 2: Schonende Reinigung mit der bimssteinfreien Prophy-Paste Proxyt (Bild: Dr. F. Zimmerling, Ivoclar Vivadent AG, Schaan/Liechtenstein)
Abb. 2: Schonende Reinigung mit der bimssteinfreien Prophy-Paste Proxyt (Bild: Dr. F. Zimmerling, Ivoclar Vivadent AG, Schaan/Liechtenstein)

Abb. 3: Ein Mundpflege-Gel lässt sich einfach in tägliche Routine des Zähneputzens integrieren.
Abb. 3: Ein Mundpflege-Gel lässt sich einfach in tägliche Routine des Zähneputzens integrieren.

Abb. 4: Das geschmeidige Cervitec Gel lässt sich mit der Interdentalbürste einfach verteilen. (Bild: Dr. F. Zimmerling, Ivoclar Vivadent AG, Schaan/Liechtenstein)
Abb. 4: Das geschmeidige Cervitec Gel lässt sich mit der Interdentalbürste einfach verteilen. (Bild: Dr. F. Zimmerling, Ivoclar Vivadent AG, Schaan/Liechtenstein

Cervitec Gel Patientenbroschüre

Cervitec und Proxyt sind eingetragene Warenzeichen der Ivoclar Vivadent AG. Die Verfügbarkeit von Produkten kann je nach Land variieren.