Dentalfotografie: So meistern Sie die Herausforderung IntraoralbilderDer heutige Teil unserer Serie zum Thema Dentalfotografie widmet sich intraoralen Aufnahmen. Sie gelten als besonders anspruchsvoll. Denn gerade hierbei sollten Sie viele herausfordernde Details beachten.

Fachkundige Teamarbeit ist unverzichtbar

Hinzu kommt: Zahnärztliche Fotodokumentationen sind Teamarbeit. Intraoralaufnahmen erfordern

  1. einen fachkundigen Fotografen bzw. Behandler,
  2. eine geschulte Assistenz und nicht zuletzt
  3. einen kooperativen Patienten.

Wir geben Ihnen einige Hinweise an die Hand, mit deren Hilfe Sie und Ihre Assistenz klinische Fotos in hoher Qualität erstellen können.

Ohne Planung geht gar nichts

«Intraoralaufnahmen erfordern eine besonders sorgfältige Planung», weiss Dr. Arnd Peschke von Ivoclar Vivadent in Schaan/Liechtenstein. «Sie gelten als besonders anspruchsvoll, weil innerhalb der Aufnahmefolge Bildausschnitt, Ausrichtung, Tiefenschärfebereich, Ausleuchtung, Farbtemperatur und der Abbildungsmassstab im Ergebnis unverändert erscheinen sollten.»

Oft steckt der Teufel im Detail

Ein Beispiel dafür, dass oft der Teufel im Detail steckt: «Schon das Legen von Kofferdam kann zu einer Veränderung der Belichtungssituation führen – und somit zu Abweichungen von Farbtemperatur und Helligkeit gegenüber der Ausgangssituation. Deswegen ist hierbei eine manuelle Feinabstimmung – konkret: Korrektur von Belichtungsparametern und gegebenenfalls ein Weissabgleich – unerlässlich.» 

Oft lassen sich Aufnahmen später nicht nachstellen

Gerade für Step-by-Step-Serien tut eine gründliche Planung not. «Legen Sie vor Beginn der Behandlung eine Liste mit allen erforderlichen Einstellungen an, die Sie dann systematisch abarbeiten können», rät Dr. Peschke. «Andernfalls kann es passieren, dass Sie Aufnahmen vergessen, die Sie später nicht mehr nachstellen können.»

Ein weiterer Hinweis: Oft müssen bei Intraoralaufnahmen auch Instrumente ins Bild gehalten werden (z. B. Pinselchen, Spatel oder Winkelstücke). Deswegen empfehlen sich Mundspiegel mit langem Griff. Sie ermöglichen einen guten Zugang zum Arbeitsfeld und beeinträchtigen den Lichtzutritt nicht. 

Wichtig, dass das Umfeld passt

Dr. Peschke zufolge hat es gerade bei der zahnärztlichen Fotografie eine Vielzahl von Fallstricken, die das Ergebnis beeinflussen können. «Es ist ärgerlich, wenn Aufnahmen darunter leiden, dass das Umfeld nicht passt. Nur ein Beispiel: Die Bildfolge einer hochästhetischen Inlayversorgung verliert ihre Aussagekraft, wenn die Restauration neben einer insuffizienten Amalgamfüllung platziert wird. Oder wenn Plaque, Gingivitis, Verfärbungen oder auch übermässig viel Speichel erkennbar sind», führt der Dentalprofi aus. Daher sollten Sie möglichst ein paar Hinweise beachten, damit Ihre Aufnahmen sowohl eine hohe Behandlungsqualität als auch eine hohe Güte der verwendeten Materialien vermitteln.

Fazit: Dentalfotografie ist ein ebenso weites wie spannendes Feld

Hat Ihnen unsere Artikelserie zum Thema Dentalfotografie gefallen und weitergeholfen? Zumindest Lust auf mehr gemacht? Wenn Sie sich noch intensiver mit der dentalen Fotografie beschäftigen wollen, bieten sich Ihnen verschiedene Möglichkeiten:

 

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