Gute Dental-Fotos sind ein sehr wichtiges Instrument, um sich über Patientenfälle, konkrete Herangehensweisen und Herausforderungen zu informieren.

Der grosse Erfolg unserer Beiträge zum Thema Dentalfotografie im Frühjahr 2017 war uns ein Ansporn, die Reihe für Sie fortzusetzen. Mit diesem Interview leiten wir eine Serie mit weiteren Artikeln zum Thema Dental-Fotos ein. Ging es in den bisherigen Blogposts um die Auswahl der richtigen Kamera und Ausrüstung, stehen in den folgenden Beiträgen Tipps und Tricks zur konkreten Umsetzung auf dem Programm. Doch bevor Sie erfahren, wie Sie Gebissmodelle und Patienten in Szene setzen oder intraorale Aufnahmen anfertigen, verrät Ihnen Foto-Profi Milos Miladinov, warum Dentalfotografie für Sie wichtig ist.

Herr Miladinov, warum sind gute Dental-Fotos wichtig?

Milos Miladinov: Bilder bestimmen einen Grossteil unseres Lebens. Auf der Strasse, in den Medien, auf unserem Smartphone sind wir von ihnen umgeben. Die dentale Welt bildet dabei keine Ausnahme. Gute Dental-Fotos sind ein sehr wichtiges Instrument, um sich über Patientenfälle, konkrete Herangehensweisen und Herausforderungen zu informieren. Gerade Zahntechniker berichten mir immer wieder, wie wichtig die gute fotografische Dokumentation ist. Sie sind vor allem visuelle Menschen.

Darüber hinaus ist Dentalfotografie ein starkes Marketinginstrument. Wer gute Arbeit leistet und diese gut dokumentieren kann, ist klar im Vorteil. Das Schöne daran: Haben Sie die Tricks des Fotografierens erst einmal gelernt, müssen Sie nur einmal investieren, um sich die nötige Ausrüstung und das Zubehör zu kaufen.

Können Sie die Vorteile der Dentalfotografie noch konkreter beschreiben?

Milos Miladinov: Da sind zum einen die Patienten. Sie erwarten ausgezeichnete Ergebnisse von Ihnen. Mit Dental-Fotos können Sie ihnen den Behandlungsplan am anschaulichsten nahebringen. Auf diese Weise können die Patienten von Anfang an die Behandlungsschritte verfolgen, zum Beispiel mithilfe von intraoralen Aufnahmen oder Portraits, auf denen sie die Ist‐Situation sehen und dabei erkennen, was einer Behandlung bedarf. Dank Nahaufnahmen können die Patienten den Aufbau ihres Mundes sehen, also Zähne, Lippen, Wangen, Kinn – und auch, wie ihr Gebiss das Lächeln und die Ästhetik des Gesichts, die Gesamtsymmetrie und andere Details beeinflusst.

Zum anderen hilft Ihnen die Dentalfotografie bei Ihrer Arbeit. Als Zahntechniker wie auch als Zahnarzt können Sie anhand der Fotos die Gestaltung des Lächelns in Angriff nehmen, also das Projekt zielgenau planen. Und schlussendlich das Resultat überzeugend dokumentieren. So sichern Sie sich besser ab, dass Sie den Patientenfall letzten Endes erfolgreich bewältigen werden.

Fällt Ihnen noch ein Vorteil ein?

Milos Miladinov: Dentalfotografie macht die kleinsten Details sichtbar, welche mit blossem Auge oft nicht zu erkennen sind. Damit lassen sich auch eigene Fehler ohne grossen Aufwand analysieren. Eine gute bildliche Dokumentation dient Ihnen also auch dazu, Ihre eigene Arbeit zu verbessern und sich weiterzuentwickeln.

Und schliesslich, wie eingangs erwähnt: Wenn Sie in der Lage sind, Ihr tägliches Tun mit überzeugenden Bildern zu dokumentieren, haben Sie ein erstklassiges Marketinginstrument an der Hand. Wie könnten Sie besser belegen, dass Sie hervorragend arbeiten? Ein Bild sagt mehr als tausend Worte.

 

Interessiert Sie das Thema Dentalfotografie?
Laden Sie hier unsere Checkliste für die richtige Fotografie-Ausrüstung herunter.

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Zur Person

Milos MiladinovMilos Miladinov ist seit 2002 als spezialisierter Zahntechniker in seiner rumänischen Heimat tätig. Seit 2003 betreibt er ein Dentallabor. Seit seiner Zulassung als Fotograf im Jahr 2013 gibt er weltweit Kurse in Dentalfotografie. Sein Ausbildungszentrum mit dem Namen «Ugly Tooth» fungiert seit 2015 als Partner-ICDE von Ivoclar Vivadent in Rumänien.

Milos Miladinov wird vom 28. bis 30. September 2018 einen Fotografie-Kurs im ICDE von Ivoclar Vivadent in Wien/Österreich durchführen. 

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