Wearables: interessant für die Dentalwelt?

Die Digitalisierung bringt ständig neue Begriffe und Möglichkeiten ins Spiel. Haben Sie schon von Wearables gehört? Wearables sind kleine tragbare, Bluetooth-fähige Mikrogeräte, die dank eingebauter Sensoren Daten ermitteln. Sie werden am Körper befestigt. Auf diese Weise erfassen und verarbeiten sie kontinuierlich Daten des Nutzers. Wearables könnten auch für die Dentalwelt ein spannendes Thema sein.

Wearables: im Fitnessbereich schon gang und gäbe

Ein Beispiel, wo Wearables jetzt schon genutzt werden, ist die Fitnessbranche. Sicherlich haben Sie bereits von Smartwatches oder von Fitnesstrackern gehört. Sie messen zum Beispiel Puls und Blutdruck – oder die Anzahl der Schritte, die jemand geht.
Von der Verwendung anderer mobiler Computersysteme unterscheidet sich das Wearable Computing dadurch, dass die hauptsächliche Tätigkeit des Benutzers nicht die Benutzung des Computers selbst, sondern eine durch den Computer unterstützte Tätigkeit in der realen Welt ist.
Der Begriff „Wearable Computing“ („tragbare Datenverarbeitung“) bezeichnet ein Forschungsgebiet, das sich mit der Entwicklung von tragbaren Computersystemen – eben Wearables – beschäftigt.

Wearable-Konzept nicht neu

Das Konzept solcher Wearables ist übrigens nicht neu: Denken Sie nur an den Walkman, der fast vier Jahrzehnten herauskam und heute schon längst als veraltet gilt – oder an Herzschrittmacher und Hörgeräte, die sich einer grossen Verbreitung erfreuen. Die Ausweitung der Konzeption auf viele weitere Anwendungsfelder ist aber ein Novum. Sie wird in jüngster Zeit ermöglicht durch zunehmende Miniaturisierung, geringeren Stromverbrauch, Kommunikationsmöglichkeiten der Bausteine und geringere Kosten.

Ziel der Wearables: die Lebensqualität verbessern

Ziel einer dauerhaften Selbstvermessung mit Wearables wie etwa Mikrochips, Trackern oder Gehirnstrommessern ist es, das eigene Leben zu verbessern – zum Beispiel durch gesündere Lebensweisen, wozu auch mehr Sport und Bewegung gehören.

Wearables als Helfer in Gesundheitsfragen

Vor diesem Hintergrund nimmt es nicht wunder, dass es auch im Gesundheitsbereich zunehmend Anwendungen für diese transportablen Helfer gibt. Ein Beispiel für ein solches Wearable ist eine spezielle Kontaktlinse, die den Blutzuckerspiegel für Diabetiker misst und auswertet. Ein anderes: das Bluetooth-Thermometer, das die Körpertemperatur des Patienten an ein Mobiltelefon weiterleitet.

 

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Wearables sind bald keine Zukunftsmusik mehr

Inzwischen sind erste kommerziell verfügbare Komponenten angekündigt, um Wearable-Computing-Lösungen mit standardisierten Computersystemen auszustatten.

Auch für die Dentalwelt sind Wearables spannend

Auch in der Dentalwelt sind Wearables denkbar. Sie könnten zum Beispiel Temperatur, pH-Werte, Säure, Fluoridexposition, Zahnputzzeithäufigkeit und -zeitpunkte, Speichelfluss, Geruch und die Kaufrequenz messen. Wer weiss – vielleicht könnten diese kleinen praktischen Teile es Zahnärzten künftig ermöglichen, durch eine bessere Diagnose die Patientenbindung zu stärken. Wie dem auch sei: Aktuelle Studien belegen das wachsende Interesse von Konsumenten, ihre Gesundheitsdaten über Smartphone und Co. an Ärzte und sogar Krankenkassen weiterzugeben. Die Sache hat also Potenzial. 

Ihre Meinung zu Wearables interessiert uns

Wie denken Sie über das Thema? Sind Wearables in der Zahnmedizin eine sinnlose Spinnerei? Oder wird dieses Thema einmal auf breiter Ebene relevant sein? Diskutieren Sie mit. Wir freuen uns auf Ihre Einschätzung.

 

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