Manche Labore stellen schon jetzt mehr Bruxismus-Schienen auf digitalem als auf analogem Weg her. Das Zähneknirschen und -pressen ist ein verbreitetes Problem. Immer mehr Patienten leiden darunter. Als eine wesentliche Ursache für das zumeist nächtliche und unbewusste Knirschen und Pressen der Zähne gilt zunehmender Stress. Eine Knirsch- oder Aufbiss-Schiene kann Betroffenen helfen. Sie als Laborinhaber können Schienen rentabel und zuverlässig herstellen. Nehmen Sie dafür digitale Prozesse zu Hilfe!

Patienten, die unter Bruxismus leiden, überlasten auf lange Sicht ihre Zähne und Kiefergelenke: Sie überspannen ihre Kaumuskulatur mehr oder weniger stark. Mögliche Ursachen für das zumeist nächtliche, deswegen unbewusst auftretende, Knirschen und Pressen der Zähne:

  • psychische Belastungen (Stress)
  • starke Anspannung
  • verspannter Nacken

Schmerzen am Zahn und am Kiefergelenk sowie nicht zuletzt irreparable Zahnschäden – das sind für die von Bruxismus betroffenen Menschen die Folgen ihres meist unbewusst eintretenden nächtlichen Knirschens und Pressens. Eine Behandlung mit Aufbiss-Schienen ist in diesen Fällen ratsam. 

Aufbiss-Schienen sind konventionell oder digital herstellbar

Aufbiss-Schienen gegen Zähneknirschen lassen sich inzwischen nicht nur konventionell, sondern auch digital produzieren. In beiden Fällen erfüllen sie ihren Zweck bei der Bruxismus-Therapie. Bei der konventionellen Methode werden die Schienen mit Tiefziehfolie hergestellt. Dieses Vorgehen ist allerdings aufwendig. Als Zahntechniker können Sie sich hier Ihre Arbeit stark vereinfachen, indem sie Bruxismus-Schienen stattdessen fräsen, also auf digitale Herstellung setzen. Viele Dentallabore arbeiten bereits mit dieser Technik. Manche Labore stellen schon jetzt mehr Bruxismus-Schienen auf digitalem als auf analogem Weg her.  

Mit CAD/CAM Patienten von Bruxismus helfen

Wenn auch Sie als Zahntechniker für digitale Prozesse offen sind, können Ihnen CAD/CAM-Verfahren an dieser Stelle die folgenden Vorteile bieten:

1. Vorteil: effizienteres Arbeiten

  • Sie können Ihre bereits vorhandene Fräsmaschine verwenden und dadurch Ihre Rentabilität erhöhen.
  • Eventuell sind sogar zwei Aufbiss-Schienen aus einer Materialscheibe fräsbar. In diesem Fall nutzen Sie das vorhandene Material besser aus, haben weniger Ausschuss.
  • Sie benötigen kein Modell mehr, wenn Sie von Ihrem Zahnarzt einen Intraoral-Scan erhalten. Dann können Sie auf dieser Basis die Schiene entwerfen.
  • Die Herstellung einer Bruxismus-Schiene geht insgesamt schneller vonstatten. Sie sparen Zeit
  • Die digitale Herstellung führt zu hoher Präzision. Dadurch ist die Passung der hergestellten Schienen bereits initial sehr gut. Zudem entfällt bei dem industriell hergestellten Schienenmaterial der Polymerisationsschrumpf. Auch dies wirkt sich positiv auf die Passung aus. Letztlich verringert sich für den Zahntechniker die manuelle Nachbearbeitungszeit, da dieser die Schiene bestenfalls nur noch polieren muss.

2. Vorteil: einfache Reproduzierbarkeit

Auch nach der Fertigung eines digital hergestellten Objekts liegt die zugehörige Fräsdatei noch vor. Der Vorteil: Kommt es zu Beschädigung, Bruch oder Verlust der gefrästen Schiene, kann diese leicht reproduziert werden

3. Vorteil: erhöhte Materialqualität

Durch die industrielle Herstellung von Aufbiss-Schienen ist die Monomerkonzentration geringer. Dies bedeutet: Das Material enthält weniger Restmonomer. Dadurch ist einerseits die Biokompatibilität erhöht, andererseits ein geringeres Allergiepotenzial beim Patienten vorhanden. 

Fazit: Behandlung von Zähneknirschen mit hochmodernen Methoden möglich

Mit digitalen Verfahren können Zahntechniker auch im Kleinen ihre Effizienz erheblich steigern. Ein Beispiel ist die Herstellung von Aufbiss-Schienen für die Behandlung von Bruxismus, von dem immer mehr Patienten betroffen sind. Digital aus PMMA ausgefräste Bruxismus-Schienen sind zudem ästhetischer. Sie geben vielen Menschen so insgesamt ein besseres Gefühl.

Tipp: Material für Aufbiss-Schienen 

Wenn Sie Bruxismus-Schienen digital fräsen wollen, können Sie hierfür zum Beispiel die transparente PMMA-Scheibe ProArt CAD Splint verwenden.

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