Nelson Rego: Zu unseren bevorzugten Werkstoffen gehören wie erwähnt hochwertige Keramik-Materialien - zum Beispiel Leuzit-Glas-Keramik (IPS Empress) und Lithium-Disilikat (IPS e.max).Zu den bevorzugten Werkstoffen für die Herstellung hochwertiger Restaurationen im zahntechnischen Labor von Nelson Rego gehören Zirkonoxid (ZrO2) und Lithium-Disilikat (LS2), an denen der erfahrene US-Profi Eigenschaften wie Langlebigkeit und hohe Biegefestigkeit lobt. Erfahren Sie mehr in diesem Interview, das beim 4. Internationalen Experten-Symposium von Ivoclar Vivadent in Rom/Italien entstand.

Herr Rego, bitte erzählen Sie uns etwas von sich und von Ihrem Dentallabor. 

Nelson Rego: Juan Rego und ich sind seit 1980 Inhaber eines zahntechnischen Labors in Santa Fe Springs, Kalifornien. Unser Team umfasst 24 Personen. Wir haben uns auf Non-Prep-Veneers, Komplettsanierungen und Implantate spezialisiert. Unser Ziel ist es, als Partner unserer Kunden an dem hochspannenden Prozess der Wiederherstellung eines schönen Lächelns teilzuhaben. Wir wenden viel Zeit dafür auf, uns mit den klinischen Aspekten der Zahnheilkunde vertraut zu machen, damit wir uns mit dem Zahnarzt auf gleicher Ebene verständigen können.

Worauf ist Ihr Dentallabor spezialisiert, wofür berühmt? 

Nelson Rego: Wir bieten das gesamte Spektrum für festsitzende Versorgungen an. Unser Spezialgebiet ist die Frontzahnästhetik. Es ist unsere besondere Leidenschaft, Mittel und Wege zu finden, um Patientenfälle so minimalinvasiv wie möglich zu lösen.
Unser Labor ist in erster Linie für Non-Prep-Veneers berühmt. Und dafür, dass wir Werkstoffe verwenden, die eine hohe Qualität und hervorragende mechanische Eigenschaften aufweisen. Vor allem meine ich hier Hochleistungskeramiken wie beispielsweise Zirkonoxid.

Welche Technologien und Werkstoffe verwenden Sie am häufigsten – und warum?

Nelson Rego: Zu unseren bevorzugten Werkstoffen gehören wie erwähnt hochwertige Keramik-Materialien – zum Beispiel Leuzit-Glas-Keramik (IPS Empress) und Lithium-Disilikat (IPS e.max). Nicht zuletzt will ich hier aber auch Zirkonoxid (IPS e.max ZirCAD) hervorheben. Vor allem die beiden letztgenannten Materialien machen einen hohen Anteil unseres Umsatzes aus. Und das mit Grund: Sie haben viele gute Eigenschaften. Sie sind sehr ästhetisch, sehr langlebig. Bei Zirkonoxid fällt mir ausserdem die hohe Biegefestigkeit ein. Das erleichtert uns die Herstellung vieler Restaurationen.

Was die Technologien betrifft: Hier setzen wir auf digitale Prozesse und Fertigungstechniken. Denn diese haben uns in die glückliche Lage versetzt, die alltäglichen Aufgaben zu optimieren und die Prozesse in hohem Masse zu verschlanken. Dadurch kann ich mich viel stärker als früher auf die ästhetischen Aspekte meiner Arbeit konzentrieren.

Übrigens verwenden wir schon seit über 30 Jahren Materialien von Ivoclar Vivadent. Zum einen, weil sie funktionieren; und zum anderen, weil uns das Unternehmen einen sehr guten, zuverlässigen Kundendienst bietet. Da fühlen wir uns ausgezeichnet begleitet in unserem Alltag.  

Wie charakterisieren Sie Ihre Beziehung zu Ihren Kunden, den Zahnärzten?  

Nelson Rego: Wir arbeiten hart daran, die Bedürfnisse unserer Kunden bereits zu erahnen, bevor sie tatsächlich auftreten. Dabei ist es unser Ziel, eine Ressource darzustellen, die unsere Kunden ohne Befürchtungen oder Vorbehalte in Anspruch nehmen können.

Wie wird sich nach Ihrer Meinung die Zahnheilkunde in den nächsten 5 bis 10 Jahren verändern? Was wird digital werden, was analog bleiben?

Nelson Rego: Ich glaube, die grösste Veränderung in der Zahnheilkunde wird das Thema Abdrucknahme betreffen. Die Nachfrage nach Dentalscannern wird rapide ansteigen – und zwar deutlich schneller als diejenige nach Fräsmaschinen.

Allerdings bin ich nicht der Ansicht, dass in Zukunft alles digital verarbeitet werden wird und dass digitale Prozesse bei jedem Arbeitsschritt zum Einsatz kommen werden. Nach meiner Einschätzung werden in Zukunft etwa 90 Prozent aller Versorgungen – seien es Brücken, Kronen oder auch Zahnersatz – digital hergestellt werden. Dadurch wird den Zahntechnikern genügend Zeit bleiben, den letzten, nämlich künstlerischen Teil mit ihren manuellen Fertigkeiten und ihrer Erfahrung beizusteuern. Hierfür bleiben Zahntechniker auch in Zukunft unentbehrlich.

Der gegenwärtige Trend geht klar zur minimalinvasiven Zahnheilkunde. Ich denke, dass sich auch minimalinvasive Versorgungen nur sehr schwer digital werden herstellen lassen. Hier wird es aber sicher noch Innovationen bei den Materialien geben. Zirkonoxid, um nur ein Beispiel zu nennen, bietet ja heute schon viel mehr Optionen als noch vor einigen Jahren. Nicht von ungefähr nimmt die Nachfrage nach Zirkonoxid-Keramiken zu, und das nicht nur bei uns in den USA.

Wie können oder sollten sich Zahntechniker auf die (digitale) Zukunft vorbereiten?

Nelson Rego: Zahntechniker sollten lernen, wie eine Versorgung digital gestaltet wird. Damit sind sie gut für die Zukunft gewappnet. Die Herstellung grösserer Versorgungen ist digital sehr viel schwieriger als die Herstellung kleinerer Restaurationen. Und es wird immer noch ein erfahrener Zahntechniker nötig sein, um das, was auf dem Bildschirm zu sehen ist, angemessen beurteilen zu können.

Die Zukunft der Zahntechnik hat längst begonnen. Die digitale Revolution (CAD/CAM) macht auch vor der Dentalwelt nicht Halt. Wollen Sie wissen, wohin die Reise geht? Wir haben die sechs wichtigsten Trends für Sie zusammengetragen – basierend auf Interviews mit erfahrenen Anwendern, auf Laborbesuchen und auf Gesprächen mit Experten.

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Nelson Rego

Zur Person: Nelson Rego, CDT AAACD

Nelson Rego ist Besitzer und Betreiber des «Smile Designs by Rego», eines fortschrittlichen Dentallabors mit Schwerpunkt auf Keramik in Santa Fe Springs, Kalifornien. Nelson und Juan Rego, CDT, gründeten das Labor 1980. Rego ist ein zertifizierter Zahntechniker (CDT), der mit den besten Zahnärzten und Keramikspezialisten der Dentalwelt von heute studierte. Er ist akkreditiertes Mitglied der American Academy of Cosmetic Dentistry (AACD).

Rego schrieb mehr als 70 Artikel zum Thema zahnmedizinische Materialien und Techniken, die in führenden Dentaljournalen veröffentlicht wurden. Er ist auch Opinion Leader zahlreicher Dentalhersteller und Miterfinder der «Microthin Veneers», non-invasiver Veneers für die kosmetische Zahnmedizin.